Die französische Gesundheitsbehörde: Leistungstest der Telearbeitsumgebung

Die “Haute Autorité de Santé” (HAS) entstand im Zuge des französischen Krankenversicherungsgesetzes vom 13. August 2004 mit dem Ziel, zur Erhaltung eines solidarischen Gesundheitssystems und zur Qualitätsverbesserung der Patientenbetreuung beizutragen.

 

Zu den Aufgaben der Gesundheitsbehörde gehören die Beurteilung der medizinischen Relevanz der Arzneimittel, medizinischen Geräte und Behandlungen und ihre Freigabe für die Erstattung durch die Krankenversicherung sowie die Förderung der bewährten Praktiken und des richtigen Einsatzes der medizinischen Versorgung bei den medizinischen Fachkräften und den Patienten. Desweiteren bestehen die Aufgaben darin, die Qualität der medizinischen Versorgung in den Gesundheitseinrichtungen und in der ärztlichen Praxis zu verbessern, die Qualität der Gesundheitsinformationen mitzuverfolgen, die medizinischen Fachkräfte und die Öffentlichkeit zu informieren und die Qualität der Gesundheitsinformationen zu verbessern sowie die Konzertierung und Zusammenarbeit mit allen am Gesundheitssystem in Frankreich und im Ausland Beteiligten zu entwickeln.

 

Kontext des Einsatzes von ip-label

Die Gesundheitsbehörde hatte im Zusammenhang mit der Grippe H1N1 einen Notfallplan (Business Continuity Plan) eingeführt, denn als öffentliche Einrichtung ist sie verpflichtet, in allen Fällen “Business as usual” zu gewährleisten. Der aus Anlass der Pandemie entwickelte Notfallplan muss auch in künftigen Krisensituationen Anwendung finden. Einer seiner wichtigsten Aspekte ist die Möglichkeit für die 500 Mitarbeiter der Behörde, von zu Hause aus zu arbeiten, ohne dass die Qualität ihrer Arbeit beeinträchtigt wird.

 

Beschreibung des Bedarfs und der Leistung

Das interne Messaging-System der Gesundheitsbeörde ist ein Lotus. Die ursprüngliche Architektur ermöglichte die Verbindung von maximal 50 externen Nutzern. Es wurde eine Webmail-Plattform auf Grundlage eines Reverse Proxy entwickelt, um allen 500 Mitarbeitern den gleichzeitigen Zugriff auf ihre Mails von außen und unter optimalen Bedingungen zu gewährleisten. Nun wollte die HAS sicherstellen, dass die Webmail-Plattform auch der gleichzeitigen Nutzung der Webmail-Plattform durch alle Mitarbeiter standhält.

Dafür war ein externer Dienstleister erforderlich, der folgenden Objektiven gerecht werden musste:

  • Identifizierung der Punkte, wo der Leistungseinbruch und der Einbruch der Webmail-Plattform erfolgen,
  • Identifizierung der eventuellen Überlastungsstellen,
  • Vorlage von Verbesserungsvorschlägen.

„Wir sind mit dem von ip-label durchgeführten Lasttest zufrieden. Die Mitarbeiter von ip-label waren reaktiv und professionell und sind außerdem für Lasttests hoch qualifiziert.“ Patrick CLEBANT, Leiter des Geschäftsbereiches Infrastruktur & Nutzerservice & Laurent MARIE, System- und Netzingenieur.

 

Die Wahl des Anbieters

Die IT-Direktion der Gesundheitsbehörde erstellte ein Pflichtenheft, um den richtigen Anbieter zu finden. Die Wahl fiel auf ip-label, weil es das beste Angebot unterbreitete und gute Referenzen aufzuweisen hatte. Außerdem war die Behörde, die schon Kundin bei ip-label war, mit dem Service und dem Know-how der Ingenieure überaus zufrieden. Und dass ip-label außerdem sehr schnell reagierte, gab ebenfalls den Ausschlag, weil dies angesichts des Kontexts zu den wichtigen Voraussetzungen zählt.

 

Der Ablauf

ip-label mobilisierte für diese Aufgabe einen Fachberater, der mit Hilfe der spezifischen Tools eine Skalierung der Webmail-Plattform mit zwei Szenarien simulierte:

  • eine Nutzung im beeinträchtigtem Betrieb: Sortierung der Mails und Empfang von Mails ohne Anhang,
  • eine Nutzung im Normalbetrieb: Empfang von Mails und Öffnen eines mehrere Mb schweren Anhangs.

Der Lasttest wurde Schritt für Schritt durchgeführt: ip-label belastete die Webmail mit 25 zusätzlichen aktiven Nutzern alle 3 Minuten. Der Vorteil der Leistung von ip-label besteht darin, dass “virtuelle” Nutzer aus dem öffentlichen Netz, die sich wie richtige Nutzer verhalten, simuliert werden. Diese virtuellen Nutzer durchqueren sämtliche Glieder der technischen Kette in einer reellen Situation.

 

Die Ergebnisse des Lasttests

Der Fachberater von ip-label erstellte einen zusammenfassenden Bericht, den er der Gesundheitsbehörde vorlegte. Die Testergebnisse fielen positiv aus und bestätigten die berechtigten Zweifel der Behörde an den Schwachpunkten der Plattform:

  • eine begrenzte interne Bandbreite, die sich ab einem bestimmten Client-Grenzwert deutlich auf die Webmail-Performance auswirkte,
  • die Authentifizierungsphase, die die Leistung aufgrund der hohen Anzahl von hin- und herwechselnden Objekten einschränkte.

 

Die in Folge des Lasttests getroffenen Maßnahmen

Nach dem Lasttest konnte die IT-Abteilung für 2010 entsprechende Budgets für die Vergrößerung der Bandbreite vorlegen.

„Einer der Vorteile eines neutralen und unabhängigen Drittbeteiligten ist das Ausmaß der Ergebnisse. Dadurch, dass diese von ip-label stammten, wurde unsere Kommunikation mit den Nutzern und der Geschäftsleitung erleichtert. Und dank ip-label kann die Behörde außerdem sicher sein, dass auch im Fall einer erneuten Grippe-Pandemie der Betrieb ungestört weiterläuft.“

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